Einsatz an der Gasdruckregelanlage

Heute gegen 13:30 Uhr sind wir zu einem eher ungewöhnlichen Einsatz alarmiert worden: An der Gasdruckregelanlage in der Rosenstraße wird dem Erdgas ein hochkonzentrierter Geruchsstoff zugesetzt, der dafür sorgt, dass man Gasaustritte sofort bemerkt bzw. riecht. Dieser Zusatzstoff war ausgelaufen und hat in Windrichtung viele andere Feuerwehren wegen vermeintlichen Gasgeruchs alarmieren lassen.

Der Einsatz selbst war aber durchaus herausfordernd: Der Geruchsstoff ist so intensiv, dass er selbst durch die Atemschutzmasken hindurch zu riechen war und Übelkeit auslöste. Ein Kamerad ist leicht verletzt worden und wurde ins Krankenhaus Elmshorn gefahren, ebenso wie ein beteiligter Mitarbeiter der Firma und 2 Rettungssanitäter.

Nach gut 4-stündigem Abarbeiten der Lage war der Einsatz aber noch immer nicht beendet: zurück auf der Wache musste sämtliche Einsatzkleidung getauscht, alle Oberflächen gereinigt, viele, viele Sauerstoffflaschen neu befüllt und alle Verbrauchsmaterialien aufgefüllt werden - es wurden z.B. ca. 30 Sack Öl-/Chemikalienbindemittel verbraucht! Weitere 2 Stunden später konnte dann tatsächlich Einsatzende verkündet und die (bedingte) Einsatzbereitschaft wiederhergestellt werden. Vorerst bedingt, da einige Einsatzmaterialien gewaschen werden mussten und noch zum Trocknen aufgehangen sind. Wir fürchten, dass aufgrund des intensiven Geruchs und da die Chemikalie vor allem Leder angreift, mehrere Satz Einsatzkleidung und mehrere Paar Einsatzstiefel derart beschädigt worden sind, dass sie ersetzt werden müssen.

Die leichtverletzten Kameraden und Personen konnten nach nur kurzem Aufenthalt im Krankenhaus dieses wieder verlassen. Allen geht es zum Glück wieder gut!


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